ER-Diagramm erstellen — Entitäten, Beziehungen und Kardinalitäten
Das Entity-Relationship-Modell ist der Standard-Einstieg in jede Datenbankaufgabe der IHK-Prüfung. Hier lernst du Entitäten, Beziehungen und Kardinalitäten — und wie du eine n:m-Beziehung sauber auflöst.
Die drei Bausteine
Eine Entität ist ein Objekt der realen Welt (Kunde, Artikel, Auftrag). Attribute beschreiben die Entität (Name, Preis, Datum) — eines davon ist der Primärschlüssel, der jeden Datensatz eindeutig identifiziert. Beziehungen verbinden Entitäten miteinander und tragen die Kardinalität.
Die Kardinalitäten
| Typ | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
| 1:1 | Jedem A gehört genau ein B | Mitarbeiter — Firmenlaptop |
| 1:n | Ein A hat viele B, jedes B genau ein A | Kunde — Aufträge |
| n:m | Viele A stehen mit vielen B in Beziehung | Schüler — Kurse |
Der Prüfungsklassiker: n:m auflösen
Eine n:m-Beziehung lässt sich nicht direkt in Tabellen umsetzen. Sie wird über eine Zwischentabelle (auch Kreuz- oder Beziehungstabelle) in zwei 1:n-Beziehungen zerlegt.
Beispiel: schueler(schueler_id, name) und kurs(kurs_id, titel) bekommen die Zwischentabelle belegung(schueler_id, kurs_id, note). Ihr Primärschlüssel ist meist die Kombination beider Fremdschlüssel — und sie kann eigene Attribute tragen (hier: die Note).
Vom ER-Modell zur Tabelle
Bei der Überführung gilt: Jede Entität wird eine Tabelle. Bei 1:n wandert der Primärschlüssel der 1-Seite als Fremdschlüssel in die n-Seite (der Kunde steckt als kunden_nr im Auftrag — nie umgekehrt). Bei n:m entsteht die Zwischentabelle. Genau diese Überführung ist eine Standard-Teilaufgabe der Prüfung.
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Ein Kunde kann viele Aufträge haben, jeder Auftrag gehört zu genau einem Kunden. Welche Kardinalität ist das?
Wie wird eine n:m-Beziehung in einer relationalen Datenbank umgesetzt?
Wohin gehört der Fremdschlüssel bei Kunde (1) — Auftrag (n)?
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